Daimler plant Produktion von Brennstoffzellen in Großserie ab 2014
Wie der Spiegel berichtet nehmen die Planungen für die Zukunftstechnologie des Brennstoffzellenantriebs langsam Fahrt auf. Waren bisher hauptsächlich vage Ankündigungen zu vernehmen und schien die Wasserstofftechnologie trotz Milliardeninvestitionen nicht so richtig voranzukommen, gehen nun Daimler in Kooperation mit Linde das Hauptproblem, das lückenhafte Wasserstoff-Tankstellenetz, an. Darüber hinaus plant Daimler bereits ein Jahr früher in die Großserienproduktion von Brennstoffzellen-Autos einzusteigen.
Um das noch lückenhaft
e Wasserstoff-Tankstellennetz für Brennstoffzellen-Autos aufzupeppeln, wollen Daimler und Linde in den kommenden drei Jahren einen zweistelligen Millionenbetrag für den Bau 20 neuer Wasserstoff-Tankstellen investieren. Mit dem Ausbau von verkehrsgünstig gelegenen, bestehende Tankstellen von Mineralölfirmen werde sich das Wasserstoff-Tankstellennetz bis 2014 mehr als verdreifachen. Entstehen sollen die Stationen zunächst in den Ballungsgebieten Stuttgart, Berlin und Hamburg. In Deutschland ergäben sich so erstmals durchgängige Ost-West- und Nord-Süd-Verbindungen. Derzeit werden in Deutschland sieben Wasserstoff-Tankstellen öffentlich betrieben, die größte Wasserstoff-Tankstelle der Welt steht dabei in Berlin.
Bisher baut allein Daimler ein Brennstoffzellen-Fahrzeug in einer Kleinserie. Die Reichweite dieser Fahrzeuge, die mit Strom fahren und nur Wasserdampf ausstoßen, liegt derzeit bei rund 400 Kilometern. Eine Flotte von Mercedes-Benz-Pkw mit Brennstoffzellen-Antrieb kehrte am Mittwoch von einer Weltumrundung nach Stuttgart zurück. Die Wasserstoff-Betankung unterwegs übernahm ebenfalls Linde.
Mehrere Autobauer hatten 2009 angekündigt bis 2015 serienreife Brennstoffzellen-Fahrzeuge entwickelt zu haben.
Zu der Brennstoffzellen-Allianz der Autobauer gehören außer Daimler noch Toyota, Ford, General Motors, Honda Motor, Hyundai Motor, Kia Motors, Renault und Nissan. Beim Aufbau des Tankstellen-Netzes arbeiten unter anderem Linde, der Versorger EnBW sowie die Mineralölkonzerne OMV, Shell und Total zusammen
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